Optimale Benutzerführung - das Navigationsmenü der Website

Eine übersichtliche Strukturierung innerhalb einer Website zu erreichen gehört zu den wichtigsten Aufgaben im Webdesign. Dazu gehört die Aufteilung umfangreicher Inhalte auf mehrere Unterseiten. Diese müssen sinnvoll, dem Lesefluss folgend, untereinander verbunden werden. Sehr bequem ist es, die vorhandenen Unterseiten in Form einer sortierten <ol> oder unsortierten <ul> Liste zu einem Navigationsmenü zusammenzustellen. Dieses ist auf den einzelnen Unterseiten einzubinden. Durch CSS lässt sich die Liste sehr einfach formatieren und nahtlos ins Layout integrieren. Die Navigation sorgt dafür, dass alle Unterseiten erreichbar sind. Sie gehört deshalb zu den wichtigsten Elemente der Website. Denken Sie bei der Entwicklung der Navigation immer daran, die Besucher zielführend durch Ihr Webangebot zu geleiten. Bauen Sie keine Fallstricke ein. Mit Javascript können komplexe, dynamische Navigationen gestaltet werden, doch sperrt diese Technik viele Besucher Ihrer Website aus - allen voran die Suchmaschinen. Benutzen Sie lieber CSS um dynamische Navigationen zu entwickeln und damit sicher zu gehen, dass kein Besucher auf der Startseite stehen gelassen wird.

Bereits während der ersten Entwürfe des Webdesigns sollte ein grober Überblick über die zu erstellenden Unterseiten und Themengebiete der Website geschaffen werden, um das Navigationsmenü planen zu können. Wenn der Umfang der Website noch nicht entgültig festgelegt werden kann, sollten Sie die Navigation so planen, dass sie jederzeit erweiterbar ist, ohne Dateien oder Pfade umbenennen zu müssen. Sie sollte gut durchdacht sein, damit am Ende alle Unterseiten der Website über einen oder mehrere Verweise erreichbar sind. Eine unverknüpfte Unterseite ist in der Regel weder für Besucher noch für Suchmaschinen zu erreichen, es sei denn, es wird von externer Stelle auf sie verwiesen oder sie ist dem Besucher von anderer Stelle mitgeteilt worden. Dies sind aber Ausnahmefälle, von denen hier nicht ausgegangen wird.

Seiten später umbenennen - ein Errordokument einrichten

Ein Umbenennen von Seiten sollten Sie wenn möglich vermeiden, da Suchmaschinen jede einzelne Webseite in ihrem Index mit ihrer festen Adresse speichern. Müssen Sie Dateinamen später umbenennen erhält der Besucher, der über diesen alten Eintrag einer Suchmaschine, auf Ihre Seite kommen wollte, nur eine Fehlermeldung. Nach einer gewissen Zeit, die sehr unterschiedlich lang ausfallen kann, ändern Suchmaschinen die alte Adresse in die neue Adresse Ihrer umbenannten Webseite. Ständiges umbenennen von Webseiten kann bis hin zum vorübergehenden Ausschluß aus dem Index führen. Das Risiko während dieser Zeit potentielle Besucher oder Kunden zu verlieren sollten Sie vermeiden. Besucher, die Ihre umbenannte Seite unter der alten Adresse in ihren Favoriten gespeichert haben sind möglicherweise für immer verloren. Damit dies nicht geschieht sollten Sie für diesen Fall ein Errordokument einrichten, welches allgemein auch als 404.html bekannt ist.

Haupt- und Submenü der Website

Eine logische und flache Navigationsstruktur ist für die Benutzer aber auch für Suchmaschinen wichtig. Mehr als drei Ebenen sollten es bei mittelgroßen Webprojekten nicht werden. Sollen viele Themengebiete auf einer Website untergebracht werden, sollte eine gute Gliederung erfolgen. Es kann dabei notwendig werden, eine Hauptmenüleiste für die Hauptthemen der Website anzulegen, die auf allen Unterseiten angezeigt wird und zusätzliche Submenüs für die jeweiligen Unterthemen, welche nur die Unterseiten zum jeweiligen Thema aufnehmen. Zu unterschiedliche oder gar gegensätzliche Themen sollten Sie nicht unter einer Domain zusammenfassen. Überlegen Sie statt dessen die Inhalte auf mehrere Domains aufzuteilen.

Früher galt die Meinung, nicht mehr als sieben Menüpunkte in die Hauptnavigation aufzunehmen, um den Besucher nicht zu überfordern. Da das Internet jedoch inzwischen bei vielen Menschen zum täglichen Leben gehört, haben sie gelernt damit umzugehen und sind nach unserer Meinung durchaus in der Lage mit einer deutlich höheren Zahl von Verweisen in der Hauptnavigation zurecht zu kommen, wenn nur die Gliederung stimmt. Heute werden eher die kleinen Displays der mobilden Endgeräte zum Problem, wenn außer einer umfangreichen Navigation noch Text im Display erscheinen soll.

Gute Orientierung innerhalb der Website durch eine Sitemap

Für eine umfangreiche Website empfiehlt es sich in jedem Fall eine zentrale, von jeder Unterseite erreichbare Datei anzulegen, die eine Sitemap (Inhaltsverzeichnis) enthält. Innerhalb dieser Sitemap ist wieder auf eine gute Gliederung der Themengebiete und Unterthemen zu achten, damit sich der Besucher schnell zurecht findet. Alle wichtigen Unterseiten sollten von der Sitemap mit aussagekräftigem Verweistext verknüpft werden. So können auch tiefer liegende Inhaltsseiten der Website leicht gefunden werden. Sie bietet meist die beste Orientierung auf der Website, ähnlich dem Inhaltsverzeichnis in einem Buch.

Register und Glossar

Hier können wichtige Begriffe Ihres Internetauftrittes erläutert werden. Auch dies kann von Büchern auf das Webdesign übertragen werden. Aus einem Register kann auf die entsprechende Stelle der Website, wo sich das Angebot befindet, verwiesen werden und auch anders herum. Aus dem Text der einzelnen Unterseiten, in dem sich erklärungsbedürftige Passagen befinden kann auf den Ort verwiesen werden, wo sich die nähere Beschreibung im Glossar befindet.

Hilfefunktionen - FAQ

Eine Hilfe trägt zur verbesserten Benutzbarkeit einer Website bei. Vor allem bei dynamischen Webseiten kann es von Vorteil sein, wenn dem Benutzer eine Hilfe angeboten wird oder auch eine Seite die allgemein mit FAQ bezeichnet wird. Darin können Fragen, die der Benutzer zum Angebot der Website haben könnte, oder Funktionsweisen erklärungsbedürftiger Teilbereiche einer Website notiert und natürlich die passenden Antworten dazu gegeben werden. So entfallen evtl. ständige Telefonate mit immer den selben Fragen. Auch haben die Besucher unterschiedliche Kenntnisse in Sachen PC-Bedienung und Internet und vor allem Anfängern kann so die Benutzung der Website erleichtert werden.

Auswahl der Dateinamen für die einzelnen Elemente der Website.

Alle innerhalb der Website verwendeten Dateinamen sollten möglichst aussagekräftig sein und leicht auf das einzubindende Objekt schließen lassen. Egal ob ein Name für eine Webseite oder für die einzelnen Elemente der Webseite, wie Bilder, Audiodateien, Filme etc., vergeben werden muss. Dies erleichtert dem Webdesigner das spätere Wiederfinden der Dateien. Der Wahl des Namens für eine Webseite sollte besondere Beachtung geschenkt werden. Den Suchmaschinen hilft er beim indizieren der Seiten und der über die Suchmaschinen kommende Besucher erhält eine erste Information worum es sich bei der Webseite handelt.

Anlegen von Verzeichnissen

Einzelne Themengebiete in eigenen Verzeichnissen abzulegen, kann bei größeren Webprojekten zu einer höheren Übersichtlichkeit führen. Auch dem Webdesigner hilft dies später beim Wiederfinden der Dateien, wenn Aktualisierungen oder Erweiterungen an der Website vorgenommen werden sollen, vor allen Dingen wenn die Website sehr umfangreich ist. Aber auch hier ist darauf zu achten, eine möglichst flache Verzeichnisstruktur anzulegen und die Verzeichnisse aussagekräftig zu benennen. Innerhalb dieser Verzeichnisse kann eine weitere Gliederung notwendig werden, beispielsweise wenn Grafiken oder scripte in Webseiten eingebunden werden sollen.